Mittwoch, 14. März 2012

Resteverwertung...

...oder Süßkartoffel die Zweite...

Ich bin keine große Köchin, doch ich genieße gerne. Durch facebook kam ich in eine Gruppe namens Käptn`s Dinner, in der sich Kochblogger und Genießer austauschen. Meist halte ich mich dort mit Bildern und Kommentaren zurück. 

Erstens weil ich noch am Lernen bin und das mit 30 und zweitens weil ich es aufgrund meiner Arbeit nicht so intensiv betreiben kann wie andere Mitglieder.

Recherche, Menschen treffen, Konzepte überlegen und umsetzen, Schreiben, Haushalt, sich um die Kids kümmern, alle Termine der Familie koordinieren: Das ist mein Job. Seit Sommer 2011 noch intensiver, denn mit der Freiberuflichkeit kommt nie ein festes Gehalt rein. So langsam bin ich in diesen Alltag auch angekommen. Da wir viel arbeiten müssen, ist warmes Essen zum Abendbrot nun die Regel geworden. Noch ein Punkt, an den ich ran muss, außer am Wochenende, da übernimmt das mein Mann. 

Doch was zaubert frau jeden Abend, wenn sie genau weiß, dass der fünfjährige eh alles verschmäht und der dreijährige langsam aber sicher sich unfair behandelt fühlt? Was gibt es, wenn die Zeit zum Einkauf unter der Woche fehlt, das Essen aber trotzdem gesund und ausgewogen sein soll? Eine Frage, die ich mir jeden Abend aufs neue Stelle...

Gestern war es einfach: Im Kühlschrank fand sich noch eine Süßkartoffel, ein paar Möhren und eine rote Paprika. Ein Rezept fand sich auch: Süßkartoffel-Apfel-Gratin. Äpfel sind hier immer im Haus zu finden, aber Creme fraich und Sahne: Fehlanzeige. Also, wird variert. 

Doch schmeckt ein Gratin mit Süßkartoffel, Möhre, Apfel und Paprika wirklich und dann noch mit Milch anstatt Sahne und Co? Unschlüssig war ich...Also, schnell bei Käptn`s Dinner auf FB nachgefragt und probt bekam ich eine Antwort: "Wenn dir der geschmackliche Gedanke gefällt, passt es!" Ja, doch, er gefiel mir. 

Ich konnte an die Arbeit gehen. Doch ohne gute Kräuter geht bei so einem Gratin nix. Ich wählte Schnittlauch und ein wenig Thymian und natürlich frischen Pfeffer und etwas Salz. Kochte die Süßkartoffeln und die Möhren vorher noch fünf Minuten in etwas Wasser und legte alle schön geschnittene Zutaten in eine mit Butter ausgestrichene Auflaufform. Dann verrührte ich die drei Eier mit etwas Milch, Schnittlauch, Thymian, Ingwer, Salz, Pfeffer und eine kleine Prise Kurkuma zu einer guten Mischung und rein damit auf das Gemüse. 30 Minuten ging meine wagemutige Mischung in den Ofen bei 220 Grad.




Das Resultat war lecker und schmeckte auch meiner Bande! Demnächst würde ich aber noch ein bisschen Fleisch (Schweine- oder Hähnchen kurz angebraten) dazu servieren!

1 Kommentar:

  1. Sieht auf jeden Fall lecker aus. Ich habe neulich eine Linsensuppe mit etwas kleingeschnittenem Paprika "aufgehübscht", in dem ich diesen erst kurz vor der Fertigstellung untermengte. So kam seine Frische besonders gut zur Geltung. Aber das nur nebenher.

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